Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.
Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!
Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.
Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.
Und es leuchten Wald und Heide,
Dass man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg' ein ferner Frühlingstag.
Theodor Storm
(1817 - 1888)
Liebe Grüsse,
Christine
4 Kommentare:
auch ich liebe die Gedichte von Storm Frauke
Liebe Christine,
ein wundervolles Gedicht - mit viel Wahrheit - regt zum Nachdenken an -
lg. Ruth
Liebe Christine
Ein wunderschönes Gedicht.
Ich habe es noch nicht gekannt, danke das du es aufgeschrieben hast.
Ganz liebe Grüsse Marie-Louise
Als ich das Gedicht las, erinnerte ich mich. Zu Schulzeiten mußten wir sowas auswendig lernen und haben es gehasst. Heute finde ich es wunderschön.
Danke für's aufschreiben
und Grüße von Else.
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